Ausgabe 62 – Januar/Februar 2017: Die Renaissance des Lesens

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Die Renaissance des Lesens

Viele Jahre lang geisterte die Aussage durch diverse Medien, dass arabische Kinder im Durchschnitt nur sechs Minuten pro Jahr lesen und man sprach allgemein von einer „Arab reading crisis”. Um diese Aussage zu widerlegen, wurde der „Arab Reading Index“ von der Mohammed Bin Rashid Al Maktoum Foundation in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse, die im Dezember veröffentlicht wurden, lassen die arabischen Lesegewohnheiten etwas besser dastehen: Die mehr als 148.000 Beteiligten aus 22 arabischen Staaten gaben an, durchschnittlich 35 Stunden pro Jahr zu lesen, allerdings 15 Stunden in Lehranstalten und nur 20 Stunden pro Jahr auf freiwilliger Basis. Spitzenreiter unter den arabischen Staaten ist der Libanon, gefolgt von Ägypten und Marokko. Von den 35 Stunden pro Jahr fallen 19 Stunden auf das Lesen mittels digitaler Medien, davon knapp 23% auf soziale Medien und nur 21% auf e-books. Um das Leseverhalten der Bevölkerung positiv zu beeinflussen, hatte die emiratische Regierung 2016 zum Jahr des Lesens erklärt.

In der westlichen Welt wurde seit Anfang des 20. Jahrhunderts die Position des Lesens immer wieder von neuen Technologien angegriffen. Besonders deutlich haben Unterhaltungsmedien wie Film, Radio, Fernsehen – aber auch Computerspiele – die kulturelle Bedeutung des Lesens herausgefordert. Trotz all dieser Warnungen und Angriffe ist das Lesen jedoch geblieben und es hat sich mit dem Internet sogar ein Medium herausgebildet, in dem mehr geschrieben und gelesen wird als je zuvor.

Laut einer aktuellen Umfrage des Statistik-Portals „Statistik” lesen 16% Prozent der Deutschen täglich in einem Buch, jedoch 34% Prozent seltener als einmal im Monat. Dagegen lesen 74% der Bundesbürger täglich Zeitung. Von allen Medien in Deutschland ist Fernsehen nach wie vor am populärsten. Laut einer SevenOne Media-Studie hat das Fernsehen mit 80% die größte tägliche Reichweite der Medien.

Ein etwas anderes Bild ergibt sich bei der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen: Hier liegt die Internetnutzung vor der Fernsehnutzung auf dem ersten Rang. Mittlerweile gibt es bundesweit rund 60Mio. Nutzer, die das Internet mindestens gelegentlich nutzen. Ein starkes Wachstum gibt es bei der Parallelnutzung von Internet und Fernsehen. Die verkaufte Auflage der Tageszeitungen ist in Deutschland hingegen seit Jahren rückläufig. Hoffnung macht den Printmedien die zunehmende Nutzung von E-Books und E-Paper in Deutschland.

Trotz aller Unkenrufe hat das Lesen auch in einer neuen Medienwelt eine Zukunft bzw. erlebt das Lesen unter dem Einfluss der digitalen Medien eine Renaissance. Wir widmen uns in dieser Ausgabe intensiver dem „Lesen“ – auch im eigenen Interesse.

Außerdem berichten wir über folgende Themen:

Kultur: Gold, Weihrauch und Myrrhe

Zu den bekanntesten Erzählungen aus der Bibel dürfte die von den Weisen aus dem Morgenland gehören, die durch eine ungewöhnliche Himmelsbeobachtung nach Bethlehem geführt wurden und so als erste Personen von Rang den neugeborenen JESUS besuchten. Mit der Zeit wurden sie zu den Heiligen Drei Königen, die als Geschenke Kostbarkeiten aus ihren Herkunftsländern im Gepäck hatten. Ob es tatsächlich genau drei Weise waren und ob es sich um Sterndeuter, Magier, Könige oder alles zusammen handelte, lässt sich im Nachhinein schwer verifizieren. Die jedoch zu ebenso großer Berühmtheit gelangten „Schätze aus dem Morgenland” können aber zurückverfolgt werden.

Wirtschaft: Expat Insider Survey

Um 21 Plätze sind die VAE in ihrem Beliebtheitsgrad bei Expats gesunken. Hielten sich die Emirate  2015 noch auf Platz 19, rutschten sie im vergangenen Jahr auf Platz 40 von 67 untersuchten Ländern ab. Das ist das Ergebnis der Studie „Expat Insider 2016“ von InterNations. Mehr als 14.000 Menschen auf der ganzen Welt, die sich zum Auswandern entschieden haben, hat das Netzwerk zu ihren Erfahrungen befragt. Obwohl die VAE insgesamt schlechter als in den Vorjahren abschneiden, stehen die Metropolen Abu Dhabi und Dubai im Städtevergleich gut dar. In keiner anderen Stadt im Nahen Osten fühlen sich die Expats so wohl wie in Abu Dhabi. Laut InterNations schaffte es die Hauptstadt der Emirate auf Platz 20 der beliebtesten Auswanderer-Ziele weltweit, dicht gefolgt von Dubai auf Platz 22.

Lebensart: Freizeitoasen im Wüstensand

Die Emirate sind für ihre Freizeitparks und Indoor-Spielplätze bekannt. Dabei hat das Land fernab von überfüllten Shoppingmalls und klimatisierten Räumen eine faszinierende Landschaft zu bieten: Die Wüste. Nur eine knappe Stunde von den Großstädten entfernt, türmt sich feiner Sand zu meterhohen Dünen auf. Die Landschaft sieht nicht nur spektakulär aus, sie bietet auch eine Vielzahl an Aktivitäten.  Egal, ob man lieber in Ruhe abschalten, die Natur genießen oder beim Sport den Kopf frei bekommen möchte. Wir haben uns umgesehen und zwölf Wüsten-Tipps zusammengestellt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihre

Anne-Susann Becker

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